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Löwen Frankfurt liefern Tabellenführer großen Kampf – Nürnberg Ice Tigers retten 2:1 über die Zeit

Löwen Frankfurt liefern Tabellenführer großen Kampf – Nürnberg Ice Tigers retten 2:1 über die Zeit
Patrick Gawlik

Die Löwen Frankfurt hatten sich bei ihrer Rückkehr in die NIX Eissporthalle mit großem Einsatz gegen den Tabellenführer gestemmt, mussten sich den Nürnberg Ice Tigers am Ende jedoch knapp mit 1:2 geschlagen geben. Nach einem 0:2-Rückstand im ersten Drittel brachte Daniel Pfaffengut die Gastgeber früh im Mittelabschnitt wieder heran. Trotz zahlreicher Chancen und einer druckvollen Schlussphase gelang den Frankfurtern der Ausgleich allerdings nicht mehr.

Für die Nürnberg Ice Tigers bedeutete der Erfolg den vierten Sieg im vierten Spiel, während die Löwen trotz einer kämpferisch starken Vorstellung ohne Punkte blieben.

Emotionales Wiedersehen in der NIX Eissporthalle

Schon vor dem ersten Bully war die besondere Atmosphäre in der Frankfurter Eissporthalle zu spüren. Nach der Sommerpause trafen sich viele bekannte Gesichter erstmals wieder, und bei der Begrüßung war nicht selten augenzwinkernd ein „Frohes Neues“ zu hören.

Auch die Mannschaft der Löwen Frankfurt für die Saison 2026/27 wurde beim Warm-up lautstark von den Fans empfangen.

Das Duell gegen die Nürnberg Ice Tigers war bereits die 78. Begegnung beider Mannschaften. 33 dieser Spiele hatten die Frankfurter zuvor für sich entscheiden können. In der vergangenen Spielzeit war den Löwen allerdings kein Sieg gegen die Franken gelungen.

Die Partie wurde von den Hauptschiedsrichtern André Schrader und Tim Heffner geleitet. Als Linesmen waren Tobias Schwenk und Jan Philipp Priebsch im Einsatz.

Nürnberg nutzt Frankfurter Fehler eiskalt aus

Die ersten Möglichkeiten gehörten den Gästen. Chris Jandric versuchte es zweimal aus der Distanz, stellte Löwen-Torhüter Cody Brenner bei freier Sicht aber zunächst vor keine größeren Probleme.

Auf der Gegenseite setzte sich Eric Uba in der neutralen Zone gegen zwei Nürnberger durch, traf mit seinem Abschluss jedoch lediglich das Außennetz.

Auch Cameron Brace sorgte für Gefahr. Der Frankfurter fand sich an der blauen Linie in Verteidigerposition wieder und zog mit einem kraftvollen Schlagschuss ab, setzte die Scheibe allerdings deutlich über das Tor.

Nürnberg blieb ebenfalls gefährlich. Jackson Cates kam über die linke Seite zum Abschluss, doch Brenner sicherte den Puck.

In der neunten Minute nutzten die Ice Tigers schließlich eine Unachtsamkeit der Frankfurter Defensive. Ein Nürnberger Angreifer konnte nahezu unbedrängt von links in die Mitte ziehen und ließ Brenner mit einem flachen Abschluss keine Abwehrchance.

Nürnberg führte mit 1:0.

Löwen unter Druck – körperbetonte Szene sorgt für Emotionen

Nach dem Führungstreffer erhöhte der Tabellenführer den Druck und drängte Frankfurt zunehmend in die eigene Zone. Die Löwen verteidigten jedoch entschlossen und verhinderten zunächst weitere klare Abschlüsse.

In der 17. Minute wurde es besonders körperbetont. Nach einer harten Aktion gegen Matthew Wedman gerieten Ryan Jones und Björn Krupp aneinander und lieferten sich einen Faustkampf.

Beide Spieler erhielten fünf Strafminuten und mussten anschließend in die Kabine.

Die Partie wurde dadurch zunehmend intensiv und emotional.

Austin Magera erhöht kurz vor der Drittelpause auf 2:0

Zwei Minuten vor Ende des ersten Drittels folgte der nächste Rückschlag für die Frankfurter.

Nürnbergs Topscorer wurde mit einem präzisen Pass aus der neutralen Zone auf die Reise geschickt. Cody Brenner konnte den ersten Abschluss zunächst noch abwehren, doch Austin Magera setzte nach, nahm die Scheibe erneut auf und brachte sie am linken Pfosten zum 2:0 für die Ice Tigers im Tor unter.

Damit gingen die Löwen mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die erste Pause.

Das Ergebnis fiel aus Frankfurter Sicht bitter aus. Über weite Strecken hatten die Löwen mit dem Tabellenführer mithalten können, Nürnberg zeigte sich vor dem Tor jedoch deutlich effizienter.

Daniel Pfaffengut bringt Frankfurt mit 115,3 km/h zurück

Die Reaktion der Löwen nach der Pause ließ nicht lange auf sich warten.

Noch keine Minute war im zweiten Drittel gespielt, als Linus Fröberg die Scheibe auf Daniel Pfaffengut ablegte.

Der Frankfurter zog aus zentraler Position ab und hämmerte den Puck mit gemessenen 115,3 km/h in das Nürnberger Tor.

Der schnelle Anschlusstreffer zum 1:2 brachte die NIX Eissporthalle sofort wieder auf Betriebstemperatur.

Frankfurt war zurück im Spiel.

Zahlreiche Strafen unterbrechen den Spielfluss

In der Folge entwickelte sich eine umkämpfte und phasenweise zerfahrene Partie.

Thomas Heigl hakte Anthony Romano, woraufhin eine Strafe angezeigt wurde. Kurz darauf erhielt allerdings auch Romano eine Strafe wegen Behinderung.

Beim anschließenden Vier-gegen-Vier ließen die Ice Tigers die Scheibe gut laufen. Die Frankfurter fanden in dieser Phase nur schwer Zugriff auf den Puck.

Nachdem beide Mannschaften wieder komplett waren, suchten die Löwen weiter den Weg nach vorne.

Markus Schweiger schickte Noah Dunham zu einem schnellen Konter. Der Frankfurter entschied sich für den direkten Abschluss, scheiterte jedoch an Nürnbergs Torhüter Niklas Treutle, der den Puck mit der Fanghand sicher entschärfte.

Frankfurt fehlt im zweiten Drittel das Scheibenglück

In dieser Phase fehlte den Löwen mehrfach nur wenig zu einer gefährlichen Torchance.

Pässe kamen nicht immer präzise genug, Nürnberger Schläger verhinderten mögliche Abschlüsse oder die Scheibe rutschte im entscheidenden Moment knapp über das Schlägerblatt.

Kurz vor der zweiten Pause erhöhten Anthony Romano und Brandon Biro noch einmal den Druck, doch Treutle machte das Tor zu und hielt die knappe Führung der Gäste fest.

So ging Nürnberg mit einem 2:1-Vorsprung in das Schlussdrittel.

Anthony Romano trifft nur den Pfosten

Die Löwen starteten mit viel Tempo in die letzten 20 Minuten.

Bereits kurz nach Wiederbeginn sorgten sie für eine der größten Chancen der Partie. Linus Fröberg zog von der blauen Linie ab. Sein Schuss wurde zunächst geblockt, landete anschließend jedoch direkt bei Anthony Romano.

Romano schloss sofort ab – und traf nur den Pfosten.

Frankfurt drängte weiter auf den Ausgleich.

Auf der Gegenseite musste Cody Brenner bei einem Nürnberger Konter eingreifen und verhinderte mit einer sicheren Parade einen höheren Rückstand.

Treutle verhindert mehrfach den Frankfurter Ausgleich

Mit zunehmender Spielzeit erhöhten die Löwen noch einmal den Druck.

Daniel Pfaffengut und Cameron Brace kamen zu weiteren Möglichkeiten, fanden ihren Meister jedoch immer wieder in Niklas Treutle.

Besonders Brace wurde in der Schlussphase aussichtsreich in Szene gesetzt. Der Frankfurter musste sich die Scheibe vor seinem Abschluss allerdings noch einmal kurz zurechtlegen.

Dieser Moment genügte Treutle, um sich optimal zu positionieren und den Schuss abzuwehren.

Frankfurt warf in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorne.

Auch Koni Abeltshauser brachte kurz vor Schluss einen Schlagschuss auf das Nürnberger Tor. Doch erneut war Treutle zur Stelle und sicherte die Scheibe.

Löwen Frankfurt verlieren knapp mit 1:2 gegen Nürnberg

Nach 60 Minuten blieb es beim 1:2 aus Sicht der Löwen Frankfurt.

Die Gastgeber hatten nach ihrem 0:2-Rückstand Moral gezeigt und sich durch den Treffer von Daniel Pfaffengut früh im zweiten Drittel zurück in die Partie gekämpft.

Vor allem im Schlussabschnitt drängten die Frankfurter auf den Ausgleich und erspielten sich mehrere Möglichkeiten. Der entscheidende zweite Treffer wollte jedoch nicht mehr fallen.

Die Nürnberg Ice Tigers verteidigten ihren knappen Vorsprung bis zur Schlusssirene und feierten damit ihren vierten Sieg im vierten Spiel.

Für die Löwen Frankfurt blieb trotz einer couragierten Leistung und einer starken Aufholjagd am Ende nur die Erkenntnis, dem Tabellenführer über weite Strecken auf Augenhöhe begegnet zu sein.


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