HTK: Gegenstände auf fahrende Fahrzeuge geworfen, polizeiliche Maßnahmen führen zu Festnahme von Tatverdächtigem

Bad Homburg v.d. Höhe (ots)

In der vergangenen Woche konnte die Bad Homburger Polizei nach einer Serie von gefährlichen Eingriffen in den Straßenverkehr einen wichtigen Ermittlungserfolg verzeichnen. Umfangreiche polizeiliche Maßnahmen führten am Freitag zur Festnahme eines Mannes, der im Verdacht steht, seit Ende August mindestens 13-mal Gegenstände auf fahrende Fahrzeuge geworfen zu haben.

Alle bislang bekannten Taten ereigneten sich jeweils in den frühen Morgenstunden auf der Bundesstraße 456 zwischen Wehrheim und Bad Homburg – meist in Höhe der Saalburg. Beginnend am 25.08.2022 meldeten Verkehrsteilnehmende in regelmäßigen Abständen, dass Gegenstände ihre Fahrzeuge getroffen hatten, wobei entsprechende Schäden entstanden waren. Häufig konnte dabei nicht genauer ausgemacht werden, was die beschädigten Pkw getroffen hatte. Verlorene Ladung vorausfahrender Fahrzeuge kam somit ebenso in Betracht wie beim Darüberfahren heraufgeschleuderter Unrat oder ein Zusammenstoß mit einem Vogel oder Ähnlichem.

Die Häufung der gemeldeten Vorfälle in Kombination mit der wiederkehrenden Örtlichkeit sowie Regelmäßigkeiten bezüglich der Uhrzeiten ergaben schließlich jedoch den Verdacht, dass es sich um vorsätzliche Handlungen einer Person und damit um gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr handeln könnte.

Die Ermittlungsgruppe der Polizeistation Bad Homburg leitete daraufhin umfangreiche Maßnahmen ein, um den Verursacher zu identifizieren und seinem gefährlichen Handeln ein Ende zu setzen. Nachdem Observationen durch Zivilbeamte zunächst nicht den gewünschten Erfolg erbrachten, wurden in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt Beschlüsse zur Observation des betroffenen Bereichs auch mit technischem Equipment eingeholt.

Am Freitagmorgen (04.11.2022) zeigte das Bündel der Maßnahmen letztendlich Erfolg, als es zu einem Flaschenwurf gegen einen in Fahrtrichtung Bad Homburg fahrenden VW Polo kam. Der mutmaßliche Verursacher konnte als Fahrer eines in Gegenrichtung fahrenden Pkw ausgemacht und bis zu seiner Arbeitsstelle im Bereich von Wehrheim verfolgt werden.

Im Rahmen der anschließenden Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen den 61-jährigen Mann mit Wohnsitz im Vordertaunus. Der Beschuldigte räumte in seiner Vernehmung schließlich ein, auf seinem Weg zur Arbeit mehrfach Flaschen gegen entgegenkommende Fahrzeuge geworfen zu haben. Als Grund nannte er eine persönliche Wut, die er aufgrund von anderen, sich rücksichtslos verhaltenden, Verkehrsteilnehmern aufgebaut habe.

Gegen den 61-Jährigen wird nun wegen Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Sachbeschädigung ermittelt. Der in den 13 bekannten Fällen angerichtete Sachschaden beläuft sich auf eine Summe im fünfstelligen Bereich. In Anbetracht der auf der Bundesstraße gefahrenen Geschwindigkeiten und möglicher Reaktionen von erschrockenen Autofahrerinnen und Autofahrern, ist von Glück zu reden, dass es ausschließlich bei Sachschäden geblieben ist.

Zeuginnen und Zeugen sowie mögliche weitere Geschädigte werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (06172) 120 – 0 bei der Ermittlungsgruppe der Polizeistation Bad Homburg zu melden.

Original-Content von: PD Hochtaunus – Polizeipräsidium Westhessen, übermittelt durch news aktuell

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