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Historischer Sieg beim Heimrennen: BMW Motorrad World Endurance Team gewinnt die 24H SPA EWC Motos

In den Qualifyings am Donnerstag und Freitag sicherte das Team mit Reiterberger, Mikhalchik, Guarnoni und Kenny Foray (FRA) als viertem Fahrer mit Startplatz zwei eine gute Ausgangslage für den Marathon auf der Ardennen-Achterbahn. Und vom Start des Rennens an war klar, dass die #37 BMW M 1000 RR zu den Mitfavoriten gehört.

Reiterberger, Mikhalchik und Guarnoni kämpften an der Spitze, lagen mehrfach auf Platz eins und waren immer in den Top-3, bis sie in der Nacht endgültig die Führung übernahmen. Doch am Morgen nahm das Rennen, das bis dahin bei trockenem Sommerwetter ausgetragen wurde, eine Wendung. Gegen acht Uhr begann es zu regnen und die Streckenbedingungen wurden mehr als tückisch. Während einige andere Fahrer stürzten, gingen die Piloten des BMW Motorrad World Endurance Teams nur so viel Risiko ein wie nötig.

So lagen sie mit großem Vorsprung an der Spitze, als das Rennen nach etwas mehr als 21 Stunden aufgrund einer massiven Ölspur auf der Strecke unterbrochen werden musste. Erst nach einer Pause von zweieinhalb Stunden wurde das Rennen noch einmal für 15 Minuten aufgenommen – im strömenden Regen. Hier ließ sich das BMW Motorrad World Endurance Team den Sieg nicht mehr nehmen, und um 13.00 Uhr Ortszeit wurde aus der Anspannung in der Box grenzenloser Jubel.

Das private BMW Team LRP Poland belegte mit der #90 BMW S 1000 RR den neunten Rang der EWC-Klasse und den zehnten Gesamtrang. Das Motorrad wurde von Dominik Vincon (GER), Pepijn Bijsterbosch (NED) und Bartlomiej Lewandowski (POL) pilotiert.

Stimmen zum Sieg bei den 24H SPA EWC Motos.

Marc Bongers, BMW Motorrad Motorsport Direktor: „Ich bin extrem happy. Es war einfach ein super Wochenende. Ich freue mich unheimlich für das Team und die Partner. Es war ein absolut verdienter Sieg, auch nach dem Pech beim Saisonauftakt in Le Mans. Wir haben in den letzten Jahren sehr hart an diesem Projekt gearbeitet, sehr viele Details gelöst, und wenn man an einem absolut fehlerfreien Wochenende mit einem Sieg belohnt wird, ist das einfach wunderbar. Wir hatten einen sehr guten Start, und es war zunächst wie ein Sprintrennen. In der Nacht hatten die Mitbewerber mit technischen Problemen oder Fahrfehlern zu kämpfen. Und wir haben uns keinen einzigen Fehler erlaubt. Alle Pitstops haben gesessen, wir konnten am längsten auf einem Tank fahren, unsere Fahrer waren auch bei schwierigsten Bedingungen sehr konstant, zuverlässig und sicher unterwegs. Das hat sich am Ende ausgezahlt. Natürlich waren die letzten zwei Stunden nach der roten Flagge ein absoluter Krimi, bis entschieden wurde, dass das Rennen noch einmal neu gestartet wird. Da wir mehrere Runden Vorsprung hatten, mussten wir das Motorrad nur nach Hause bringen. Aber die Anspannung war trotzdem extrem hoch, und umso schöner war der Moment, als wir über die Ziellinie gefahren sind und den ersten 24-Stunden-Sieg für einen europäischen Hersteller seit 1971 sowie den ersten für BMW Motorrad eingefahren haben.“

Werner Daemen, Teammanager BMW Motorrad World Endurance Team: „Das Rennen war unglaublich. Die erste Stunde war wie ein Superbike-Sprint und wirklich aufregend für die Nerven. Und der Rest des Rennens: Die Jungs haben einen super Job gemacht. Ich glaube, wir sind das einzige Team, das sich keinen einzigen Fehler geleistet hat. Wir waren vielleicht nicht die Schnellsten, aber wir haben keine Fehler gemacht. Und das zahlt sich im Langstreckensport am Ende aus. Wir sind mit einem Vorsprung von acht Runden in die letzten Minuten gegangen. Es ist ein Traum, der wahr geworden ist. Für mich als Belgier, der vor 20 Jahren gesagt hat ‚eines Tages komme ich zurück, um zu gewinnen‘ ist das ein Traum. Das ist etwas, das uns niemand mehr nehmen kann. Ein großes Dankeschön an das Team, an BMW und all unsere Partner und Sponsoren, die das möglich gemacht haben. Ohne sie können wir keinen Rennsport betreiben. Und auch vor allem an die Fahrer, die einen unglaublichen Job gemacht haben.“

Markus Reiterberger: „Ich bin unglaublich happy. Schon die Vorbereitung auf das Rennen war super, mit einem sehr guten Test. Wir haben gewusst, dass wir stark sind. In meinen Stints konnte ich super an der Spitze mitfighten, weil unser Bike auf der Gerade richtig Power hat und trotzdem sehr sparsam ist. Wir haben einfach versucht, eine konstante Pace zu fahren, keine Fehler zu machen, und haben gehofft, dass nichts kaputt geht. Und das ist uns gelungen. Alle anderen hatten Stürze, Fehler oder technische Probleme. Unser Team hat es super umgesetzt, die Fahrer haben einen guten Job gemacht. Ich denke, dass das gesamte Team, BMW und alle weiteren Beteiligten diesen Sieg verdient haben. Es ist unser erster 24-Stunden-Erfolg, mit einem belgischen Teammanager in Belgien, auf einer so tollen Rennstrecke. Und es war wirklich spannend bis zum Schluss, mit atemberaubenden letzten Minuten. Doch wir haben es geschafft, und mein Dank geht an BMW und an das Team, weil alles so gut gelaufen ist.“

Ilya Mikhalchik: „Es ist ein wunderbares Gefühl. Das ist ein ganz besonderer Sieg. Abgesehen von der Tatsache, dass es mein erster Sieg in einem 24-Stunden-Rennen war, war es auch der erste für das Team – und das beim Heimrennen. All die harte Arbeit des Teams hat sich ausgezahlt. Es war ein unglaublicher Job, und wir haben all das gemeinsam erreicht. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Rennen so weitermachen können.“

Jérémy Guarnoni: „Ich bin sehr glücklich, vor allem für das Team und für BMW. Denn ich denke, dass nach Le Mans alle gehofft haben, dass wir in Spa gewinnen. Ich bin neu in diesem Team, und gleich das zweite Rennen mit ihnen in Spa zu gewinnen, ist unglaublich. Das Team hat es so sehr verdient. Sie arbeiten so hart, und nun haben sie den Lohn für all die harte Arbeit im Winter bekommen. Auch Ilya und Reiti waren auf der Strecke einfach unglaublich. Sie waren immer schnell, in der Nacht, im Nassen und bei trockenen Bedingungen. Ich bin sehr stolz auf sie, und happy für mich. Ich habe nun alle drei 24-Stunden-Rennen im Kalender gewonnen, das ist fantastisch. Ich hoffe, dass wir in der Meisterschaft gut mitkämpfen können, denn auf der Langstrecke kannst du bis zur letzten Minute des letzten Rennens gewinnen.“

Content BMW Group

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