22 September 2021

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Harter Kampf im DFB Pokal für die Eintracht bei Waldhof Mannheim

Die Eintracht gleicht bei Waldhof Mannheim zwei Rückstände aus und zieht dank eines Hattricks von Ante Rebic in die zweite Runde des DFB-Pokals ein.

Erste Hauptrunde DFB-Pokal, Klein fordert Groß – die Konstellation hatte bereits am Freitag und Samstag vielen vermeintlichen Favoriten Probleme bereitet, weil sich die unterklassigen Mannschaften bereits im Ligarhythmus befanden, während die Bundesligisten ihr erstes Pflichtspiel bestritten. Davon konnte die Eintracht aus dem Vorjahr ein Lied singen. Diesmal standen dank der Qualifikationsphase für die UEFA Europa League die Vorzeichen anders, wenngleich der Aufsteiger nach vier ungeschlagenen Drittligapartien mit einer breiten Brust antrat.

Personal: Rückkehr von Trapp und Doppelspitze

Im Vergleich zum glatten 5:0 in Vaduz lief eine auf drei Positionen veränderte Startelf auf. Erwartungsgemäß feierte Rückkehrer Kevin Trapp sein Saisondebüt zwischen den Pfosten, außerdem kehrten die in Liechtenstein eingewechselten Dejan Joveljic und Ante Rebic in den Angriff zurück, sodass Daichi Kamada wieder den zentralen Part hinter der Doppelspitze übernahm. Dahinter blieben Außenbahnen, Doppelsechs und Dreierabwehrkette identisch besetzt.

Kalt erwischt, zurückgekämpft

Bei schwülen äußeren Bedingungen hatten die Gäste aus Frankfurt schnell das zweifelhafte Vergnügen einer kalten Dusche. Nach zwei Minuten schickte Valmir Sulejmani Gian-Luca Korte auf die Reise, der zunächst am zur Seite abwehrenden Trapp scheiterte. Im zweiten Versuch legte Maurice Deville quer auf den nachgerückten Sulejmani, der ins leere Tor einschob (3.). Nur kurz darauf erneut der Mannheimer Mittelstürmer, als er nach einem Ballverlust im Mittelfeld steil ging, Martin Hinteregger stehen ließ und trocken zum 2:0 abschloss (11.).

Nach einer Viertelstunde bekam die Eintracht das anfangs wilde Geschehen etwas besser unter Kontrolle, verzeichnete mehr Ballbesitzanteile, sah sich aber weiter zielstrebigen Nadelstichen der Badener ausgesetzt. So setzte sich in der 20. Minute Dorian Diring über die linke Seite durch und verfehlte den Kasten um Haaresbreite. Im Gegenzug kam sogleich Rebic zum Abschluss, dessen abgewehrter Versuch zu Kamada prallte. Der Japaner zögerte nicht lange und erzielte aus halbrechter Position flach den Anschlusstreffer (21.). In der Folge nahmen Konzentration und Kompaktheit der Adler weiter zu, im Spiel nach vorne fehlten gegen massive Mannheimer aber zündende Ideen. Kurz vor der Pause flankte sodann Danny da Costa auf Joveljic, der denkbar knapp vorbei köpfte (43.). Als wenige Augenblicke später auf der rechten Seite kein Durchkommen mehr war, erblickte David Abraham den eingerückten Filip Kostic, der aus der zweiten Reihe ansatzlos ins rechte untere Eck zum 2:2 einschoss (45. + 1). Die Punktlandung zum Pausentee.

Rebics Meisterstück

Die Intensität des ersten Durchgangs nahm nach dem Seitenwechsel zunächst ab, dafür die Dominanz der Eintracht deutlich zu. Die Hessen hätten die Partie gemessen am Chancenverhältnis nach einer Stunde entschieden haben können. Erst dribbelte Rebic in den Strafraum und bediente Joveljic, dessen Abschluss aus acht Metern Markus Scholz gerade so entschärfen konnte (51.). Der SVW-Schlussmann trieb die Frankfurter auch danach zur Verzweiflung. Erst parierte er einen Distanzknaller von Dominik Kohr (56.), dann war er innerhalb weniger Sekunden bei Kopfbällen des eingewechselten Goncalo Paciencia und Martin Hinteregger zur Stelle (65.).

Erst Mitte der zweiten Halbzeit befreiten sich die Hausherren allmählich wieder aus der Umklammerung, insbesondere der neu gekommene Kevin Koffi sorgte für Alarm. Und Jan Hendrik Marx plötzlich für das überraschende 3:2, als der vorgerückte Rechtsverteidiger einfach mal ins lange Eck abzog (73.). Der Pokalsieger von 2018 ließ sich davon aber nicht beirren und antwortete mit einem Doppelschlag durch Vizeweltmeister Rebic, der am langen Pfosten eine Flanke des nach der Pause eingewechselten Erik Durm über die Linie drückte (76.) und fünf Minuten darauf nach einer feinen Körpertäuschung die Kugel zum 4:3 für die Eintracht in die Maschen jagte (82.)!  In der Folge ging der Gastgeber vermehrt ins Risiko, was der dynamische Rebic eiskalt zum finalen Gegenstoß ausnutzte (88.).

Fazit: Kampf als Kunst

Die Eintracht verschläft zunächst den Start, beweist dann Biss und kämpft sich bis zur Pause auch ergebnismäßig in die Partie zurück. Nach dem Seitenwechsel haben die Adler mehrfach die Führung und gar Entscheidung auf dem Fuß und senden nach dem erneuten Rückstand in der Schlussviertelstunde mit dem dreifachen Rebic die leistungsgerechte Antwort gegen mutige Mannheimer, die mit ihrem Auftreten zu einem bemerkenswerten Fußballfest beitrugen.

So spielte die SGE

Trapp – Abraham, Hasebe, Hinteregger – Kohr, Fernandes (75. Gacinovic) – da Costa (46. Durm), Kostic – Kamada – Joveljic (58. Paciencia), Rebic.

Tore

1:0 Sulejmani (3.)
2:0 Sulejmani (11.)
2:1 Kamada (21.)
2:2 Kostic (45. + 1)
3:2 Marx (73.)
3:3 Rebic (76.)
3:4 Rebic (82.)
3:5 Rebic (88.)

Quelle: Eintracht Frankfurt

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