Oliver Glasner krönte Crystal Palace zum Conference-League-Sieger 2026 – Abschied mit europäischem Triumph
Ex Eintracht Frankfurt Coach Oliver Glasner verabschiedete sich mit europäischem Titel von Crystal Palace
Oliver Glasner schrieb zum Abschluss seiner Amtszeit bei Crystal Palace ein weiteres europäisches Fußballmärchen. Der österreichische Erfolgscoach führte die „Eagles“ mit einem knappen, aber verdienten 1:0-Erfolg gegen Rayo Vallecano zum Gewinn der UEFA Conference League 2026 und verabschiedete sich damit möglicherweise endgültig aus London. Im Finale in der Leipziger Arena avancierte Ex-Bundesliga-Stürmer Jean-Philippe Mateta zum Matchwinner, während die Spanier über weite Strecken zu harmlos blieben.
Für Glasner bedeutete der Triumph den nächsten Meilenstein seiner Trainerkarriere. Nach dem Europa-League-Sieg mit Eintracht Frankfurt im Jahr 2022 gewann der 51-Jährige damit auch sein zweites europäisches Endspiel – und schenkte Crystal Palace den größten internationalen Erfolg der Vereinsgeschichte.
Glasner setzte auf bewährte Bundesliga-Erfahrung
Wenig überraschend vertraute Glasner in seinem womöglich letzten Spiel als Palace-Coach auf zahlreiche bekannte Gesichter aus der Bundesliga. Vor Torhüter und Kapitän Dean Henderson standen mit Maxence Lacroix, Daichi Kamada und Jean-Philippe Mateta gleich mehrere ehemalige Bundesliga-Profis in der Startelf.
Besonders wichtig war zudem die Rückkehr von Adam Wharton. Der Mittelfeldspieler hatte sich beim Premier-League-Abschluss gegen Arsenal am Knöchel verletzt, meldete sich jedoch rechtzeitig fit und spielte eine entscheidende Rolle im Finale. Auch Top-Torjäger Ismaila Sarr, der bereits neun Treffer im laufenden Wettbewerb erzielt hatte, gehörte erwartungsgemäß zur Anfangsformation.
Auf der Gegenseite setzte Rayo-Coach Inigo Perez auf seine eingespielte Mannschaft, die die Saison in La Liga auf Rang neun beendet hatte. Unai Lopez und Kapitän Oscar sollten im Mittelfeld die Fäden ziehen, während Isi, Alvaro Garcia und Jorge de Frutos Offensivakzente setzen sollten.
Crystal Palace dominierte die Anfangsphase
Von Beginn an übernahm Crystal Palace die Kontrolle über die Partie. Die Engländer traten reifer, strukturierter und spielbestimmend auf. Bereits in den ersten Minuten sorgte Mateta mit zwei Abschlüssen für Gefahr und unterstrich die Favoritenrolle der Londoner.
Rayo Vallecano hingegen tat sich offensiv lange schwer. Die Spanier fanden kaum Lösungen gegen das aggressive Pressing der „Eagles“, die Ballgewinne clever erzwangen, daraus jedoch zunächst zu wenig Kapital schlugen.
Trotz einer insgesamt ereignisarmen ersten Halbzeit hätte Rayo beinahe überraschend die Führung erzielt. Nach einer Fehleinschätzung von Palace-Verteidiger Riad kam Alemao frei zum Abschluss, setzte den Ball jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei (25.).
Kurz vor der Pause vergab dann Crystal Palace die größte Möglichkeit der ersten Hälfte. Nach einer punktgenauen Flanke von Wharton köpfte Mitchell aus aussichtsreicher Position knapp daneben und verpasste das mögliche 1:0 (45.+1).
Mateta entschied das Finale nach der Pause
Direkt nach dem Seitenwechsel erhöhte Crystal Palace den Druck – und wurde belohnt. Adam Wharton zog aus der Distanz ab, Rayo-Keeper Batalla konnte den Ball nur unglücklich nach vorne abwehren und Jean-Philippe Mateta staubte eiskalt zur Führung ab (51.).
Der Treffer gab den Engländern zusätzliche Sicherheit, während Rayo Vallecano zunehmend den Zugriff verlor. Nur wenige Minuten später verhinderte gleich zweimal das Aluminium einen höheren Rückstand: Yeremy traf mit einem sehenswerten Freistoß sowohl den linken als auch den rechten Innenpfosten (56.).
Crystal Palace drängte nun auf die Entscheidung. Mateta scheiterte wenig später erneut an einer starken Parade von Batalla, während Rayo offensiv kaum noch gefährlich wurde.
Rayo Vallecano blieb offensiv zu harmlos
Zwar versuchten Alvaro Garcia, Jorge de Frutos und Isi in der Schlussphase noch einmal Akzente zu setzen, doch wirklich gefährlich wurde es für die Defensive der Londoner kaum. Selbst ein direkt getretener Freistoß von Isi sowie die letzte Chance von Alemao in der Nachspielzeit konnten Crystal Palace nicht mehr ins Wanken bringen.
Die Mannschaft von Oliver Glasner verteidigte den Vorsprung souverän und brachte den knappen Erfolg letztlich verdient über die Zeit.
Emotionaler Abschied für Oliver Glasner
Mit dem Gewinn der Conference League 2026 setzte Oliver Glasner seiner Zeit bei Crystal Palace die perfekte Krone auf. Bereits vor dem Finale hatte der Österreicher von einem „Happy End“ gesprochen – und genau dieses Szenario trat ein.
Nach dem FA-Cup-Sieg 2025 gegen Manchester City sowie dem gewonnenen Community Shield gegen Liverpool holte Glasner damit bereits den dritten Titel innerhalb von zwei Jahren mit den „Eagles“.
Ob der Erfolg gleichzeitig das Ende seiner Amtszeit bedeutete, blieb zunächst offen. Fest stand jedoch: Mit dem Conference-League-Triumph verabschiedete sich Oliver Glasner endgültig in den europäischen Trainer-Olymp.