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Greuther Fürth blieb in der 2. Bundesliga – Rot-Weiss Essen vergab im Relegations-Krimi zahlreiche Chancen

Greuther Fürth blieb in der 2. Bundesliga – Rot-Weiss Essen vergab im Relegations-Krimi zahlreiche Chancen
Martin Agüera

Die SpVgg Greuther Fürth hatte den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga geschafft. Im entscheidenden Relegations-Rückspiel setzte sich das „Kleeblatt“ vor 16.126 Zuschauern im Sportpark Ronhof mit 2:0 gegen Rot-Weiss Essen durch und drehte damit die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel. Während Fürth auch in der kommenden Saison zweitklassig blieb, musste RWE den Traum von der Rückkehr in Liga zwei erneut verschieben.

Vor allem die mangelnde Chancenverwertung der Gäste wurde für Essen zum entscheidenden Problem. Trotz zahlreicher hochkarätiger Möglichkeiten und zweier aberkannter Treffer fehlte dem Drittligisten am Ende die nötige Effizienz.

Futkeu und Hrgota entschieden die Relegation für Fürth

Die Gastgeber hatten früh gezeigt, dass sie die Niederlage aus dem Hinspiel korrigieren wollten. Bereits in der Anfangsphase entwickelte sich eine intensive Partie mit Möglichkeiten auf beiden Seiten.

Nach mehreren gefährlichen Szenen brachte Noel Futkeu die Fürther in der 29. Minute in Führung. Nach Vorarbeit von Branimir Hrgota und Felix Klaus blieb der Angreifer im Strafraum eiskalt und traf mit einem trockenen Abschluss zum 1:0. Damit hatte Fürth den Rückstand aus dem ersten Duell egalisiert.

Kurz nach dem Seitenwechsel legte Fürths Kapitän Branimir Hrgota nach. In seinem letzten Spiel für die Franken zog der Offensivspieler vom rechten Strafraumeck nach innen und schlenzte den Ball sehenswert mit links ins lange Eck. Das 2:0 bedeutete gleichzeitig die Vorentscheidung in einer emotionalen Relegationspartie.

Rot-Weiss Essen ließ zahlreiche Großchancen liegen

Trotz der Niederlage hatte Rot-Weiss Essen über weite Strecken mutig gespielt und sich zahlreiche Möglichkeiten erarbeitet. Bereits in der ersten Halbzeit vergaben Gianluca Swajkowski und Torben Müsel gute Chancen auf die Führung.

Besonders bitter für die Gäste: Gleich zwei Treffer wurden wegen knapper Abseitsstellungen aberkannt. Zunächst hatte Kaito Mizuta getroffen, später stand auch Jaka Cuber Potocnik hauchdünn im Abseits. Beide Entscheidungen verhinderten den möglichen Ausgleich und hätten Essen zurück in die Partie gebracht.

Auch Michael Kostka vergab freistehend eine große Gelegenheit, als er an Fürths Schlussmann Silas Prüfrock scheiterte. In der Schlussphase wurde der Torhüter endgültig zum Matchwinner. Nach einem Kopfball von Dickson Abiama reagierte Prüfrock spektakulär und verhinderte den möglichen Anschlusstreffer mit einer Glanzparade auf der Linie.

Silas Prüfrock wurde zum Helden des Abends

Der Fürther Torhüter entwickelte sich in der hektischen Schlussphase zur zentralen Figur der Partie. Immer wieder entschärfte Prüfrock gefährliche Abschlüsse der Essener und hielt den Vorsprung fest.

Trainer Heiko Vogel zeigte sich nach dem Schlusspfiff erleichtert und sprach von einer besonderen emotionalen Belastung der Relegation. Schließlich gehe es in solchen Spielen nicht nur um sportlichen Erfolg, sondern auch um zahlreiche Arbeitsplätze innerhalb der Vereine.

Auch Torschütze Noel Futkeu zeigte sich nach dem Klassenerhalt emotional. Der Angreifer erklärte am ARD-Mikrofon, er sei „überglücklich“ und hätte sich keinen besseren Abschied vorstellen können.

Essen verpasste Rückkehr in die 2. Bundesliga erneut

Für Rot-Weiss Essen platzte dagegen erneut der Traum von der Rückkehr in die 2. Bundesliga. Der Traditionsverein hatte zuletzt 2007 zweitklassig gespielt und musste trotz eines starken Auftritts weiter auf die Rückkehr warten.

Trainer Uwe Koschinat zeigte sich nach der Partie enttäuscht, lobte aber gleichzeitig die Leistung seiner Mannschaft. Essen sei in beiden Spielen „mehr als auf Augenhöhe“ gewesen. Letztlich habe Fürth jedoch die entscheidenden „magischen Momente“ auf seiner Seite gehabt.

Fürth baute historische Zweitliga-Bilanz aus

Mit dem Klassenerhalt setzte die SpVgg Greuther Fürth ihre außergewöhnliche Zweitliga-Geschichte fort. Seit 1997 spielten die Franken – mit Ausnahme von zwei kurzen Bundesliga-Gastspielen – dauerhaft im Fußball-Unterhaus und führten weiterhin die ewige Tabelle der 2. Bundesliga an.

Diese Bilanz durfte das „Kleeblatt“ nun auch in der kommenden Saison weiter ausbauen.


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