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Frauen-Nationalteam trotzt Weltmeister Spanien: 0:0 im Nations-League-Finale – Entscheidung fällt in Madrid

Frauen-Nationalteam trotzt Weltmeister Spanien: 0:0 im Nations-League-Finale – Entscheidung fällt in Madrid
Martin Agüera

Vor über 40.000 Fans in Kaiserslautern hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft im Hinspiel des UEFA Women’s Nations League Finals ein starkes 0:0 gegen Weltmeister Spanien erreicht – und sich damit alle Chancen für das Rückspiel in Madrid offengehalten. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Wück präsentierte sich mutig, dominant und mit deutlichen Offensivakzenten, verpasste jedoch trotz zahlreicher Chancen den erhofften Sieg.

Wück setzt auf Berger – mutiges 4-2-3-1 gegen den Weltmeister

Bundestrainer Christian Wück vertraute im Tor auf Rückkehrerin Ann-Katrin Berger, die frisch den NWSL-Titel gewonnen hatte. In der Viererkette agierten Kapitänin Giulia Gwinn und Franziska Kett auf den Außenpositionen, während Janina Minge und Rebecca Knaak das Innenverteidiger-Duo bildeten.

Im Mittelfeld starteten Elisa Senß und Sjoeke Nüsken, davor ein offensiv ausgerichtetes Trio aus Jule Brand, Selina Cerci und Klara Bühl. In der Spitze spielte Nicole Anyomi.

Von Beginn an machte die deutsche Elf deutlich, dass sie vor heimischer Kulisse ein Zeichen setzen wollte.

Starker Start: DFB-Team diktiert das Spiel und verpasst frühe Führung

Vor 40.159 Zuschauerinnen und Zuschauern in Kaiserslautern begann Deutschland energisch und setzte die spanische Defensive früh unter Druck. Bereits in der 2. Minute prüfte Klara Bühl Torhüterin Cata Coll, wenig später setzte Anyomi einen Konterabschluss knapp neben den Pfosten.

Deutschland dominierte die Anfangsphase klar, während Spanien kaum ins Spiel fand. Weitere große Möglichkeiten folgten im Minutentakt: Bühl scheiterte aus spitzem Winkel an Coll (19.), Minge und Bühl fanden ebenfalls ihre Meisterin in der spanischen Defensive (24., 26.).

Zwischen der 27. und 29. Minute häuften sich die Chancen:

  • Kett zielte zu zentral auf Coll,

  • Paredes rettete einen Brand-Abschluss auf der Linie,

  • Coll entschärfte erneut gegen Bühl.

In der 33. Minute fehlten nur Zentimeter zur Führung, als Knaak nach einem Luftduell zwischen Anyomi und Coll den Pfosten traf. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit gelang es Spanien, längere Ballbesitzphasen aufzubauen – zwingend wurde die Weltmeister-Elf jedoch nicht.

Spanien drückt nach der Pause – Deutschland bleibt gefährlich

Nach dem Wiederanpfiff zeigte sich Spanien offensiver. Alexia Putellas setzte das erste Warnsignal mit einem Schuss knapp am Tor vorbei (49.), wenig später traf Esther González den Außenpfosten (54.). Deutschland antwortete durch Cerci aus der Distanz (55.).

Die DFB-Frauen überstanden die Druckphase und setzten wieder eigene Akzente. Bühl erzwang nach einem langen Ball eine Ecke (60.), ehe Wück mit der Einwechslung von Alara (69.) frische Impulse brachte.

Bühl rückte erneut in den Mittelpunkt: Ihr Schlenzer aus gut 20 Metern prallte an den linken Pfosten (71.). Auf der Gegenseite blieb Berger bei Esthers Abschluss sicher (72.).

Mit Shekiera Martinez feierte kurz darauf eine weitere Spielerin ihr A-Länderspieldebüt (73.). Brand sorgte wenig später für die nächste Großchance, als ihre Hereingabe zunächst an die Latte tropfte.

Intensive Schlussphase – Entscheidung vertagt

In der Schlussviertelstunde lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Bühl verpasste im Strafraum das mögliche 1:0 (79.), Martinez scheiterte später zweimal an der spanischen Abwehr (84.).

Kurz vor dem Abpfiff brachte Wück Kathrin Hendrich (90.+2), anschließend hatte Deutschland sogar die letzte große Gelegenheit der Partie: Brand setzte Nüsken per Steilpass in Szene, doch Spaniens Torhüterin Coll war einen Tick schneller. Martinez versuchte es noch aus etwa 40 Metern, verfehlte das leere Tor jedoch knapp (90.+3).


Fazit: Starke Leistung – alles offen vor dem Rückspiel in Madrid

Mit einem mutigen Auftritt, hoher Intensität und einem Chancenplus haben sich die DFB-Frauen Respekt gegen den amtierenden Weltmeister erarbeitet. Trotz des torlosen Ergebnisses bleibt die Ausgangslage für das Rückspiel in Madrid unverändert – und die Hoffnung auf den ersten Nations-League-Titel größer denn je.

Das entscheidende Rückspiel steigt am Dienstag um 18.30 Uhr (live in der ARD).


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