DFB und Jürgen Klopp vor Einigung: Bundestrainer-Deal nach New-York-Gipfel auf der Zielgeraden
Die Verpflichtung von Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft steht offenbar kurz vor dem Abschluss. Nach einem mehrstündigen Treffen der DFB-Spitze mit dem Wunschkandidaten in New York verständigten sich beide Seiten auf die wesentlichen Eckpunkte eines möglichen Vertrags. Eine endgültige Einigung steht zwar noch aus, dennoch zeigen sich sowohl der Deutsche Fußball-Bund als auch Klopp optimistisch, dass die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden können.
DFB bestätigt Fortschritte bei den Gesprächen
Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, führten DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke mit Jürgen Klopp ein erstes intensives Gespräch über die mögliche Übernahme des Bundestraineramtes.
Nach Angaben des Verbandes konnten sich beide Seiten bereits auf wesentliche Vertragsbestandteile verständigen. Die Gespräche sollen in der kommenden Woche fortgesetzt werden. Voraussetzung für eine endgültige Verpflichtung bleibt jedoch eine Einigung mit Klopps aktuellem Arbeitgeber Red Bull, bei dem der 59-Jährige seit Januar 2025 als Head of Global Soccer unter Vertrag steht.
Vertrag bis zur WM 2030 gilt als wahrscheinlich
Offiziell machte der DFB noch keine Angaben zur Vertragslaufzeit. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird jedoch ein langfristiger Vertrag bis zur FIFA-Weltmeisterschaft 2030 angestrebt. Damit würde Klopp die Nationalmannschaft nicht nur bei der Europameisterschaft 2028, sondern auch bei der darauffolgenden WM betreuen.
An den Gesprächen in New York nahm neben den DFB-Verantwortlichen auch Klopps langjähriger Berater Marc Kosicke teil.
Nach WM-Aus soll Klopp den Neuanfang einleiten
Klopp galt von Beginn an als Wunschlösung des DFB. Nach dem enttäuschenden Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft und dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay verlor Bundestrainer Julian Nagelsmann den Rückhalt innerhalb des Verbandes und trat wenige Tage später von seinem Amt zurück.
Der DFB erklärte bereits unmittelbar nach Nagelsmanns Rückzug, zeitnah Gespräche mit Klopp aufnehmen zu wollen. Der frühere Liverpool-Trainer hatte seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, die Nationalmannschaft zu übernehmen.
Ein Hindernis bleibt der Vertrag mit Red Bull
Bevor Klopp offiziell vorgestellt werden kann, müssen allerdings noch die Modalitäten seines bis 2029 laufenden Vertrags mit Red Bull geklärt werden. Die Verhandlungen mit dem österreichischen Unternehmen gelten derzeit als letzter wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Verpflichtung.
Erst anschließend kann der mögliche Vertrag durch den Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der DFB GmbH & Co. KG endgültig beschlossen werden.
Klopp zählt zu den erfolgreichsten Trainern Europas
Mit Jürgen Klopp würde einer der renommiertesten Trainer Europas die deutsche Nationalmannschaft übernehmen. Seinen Trainerdurchbruch feierte der gebürtige Stuttgarter beim 1. FSV Mainz 05, den er 2004 erstmals in die Bundesliga führte.
Anschließend prägte Klopp eine erfolgreiche Ära bei Borussia Dortmund, wo er zweimal Deutscher Meister sowie DFB-Pokalsieger wurde und den Verein bis ins Finale der UEFA Champions League führte.
2015 wechselte er zum FC Liverpool. Dort gewann er unter anderem die UEFA Champions League 2019, die englische Meisterschaft 2020 sowie den FA Cup 2022 und entwickelte die Reds erneut zu einer europäischen Spitzenmannschaft.
Nach seinem Abschied aus Liverpool erklärte Klopp zunächst, eine Pause zu benötigen. Inzwischen fühlt sich der 59-Jährige jedoch bereit für eine neue Herausforderung und hatte zuletzt erklärt:
„Ich bin mehr als aufgetankt, ich bin bereit.“
Entscheidung könnte zeitnah fallen
Nach dem erfolgreichen ersten Verhandlungstreffen sprechen derzeit viele Anzeichen dafür, dass Jürgen Klopp schon bald offiziell als neuer Bundestrainer vorgestellt wird. Gelingt in den kommenden Tagen auch die Einigung mit Red Bull, dürfte der DFB seinen Wunschkandidaten verpflichten und damit die wichtigste Personalentscheidung seit Jahren abschließen.