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Deutschland zerlegte Finnland mit 4:0 – Musiala, Wirtz und Undav sorgten vor WM-Start für Euphorie

Deutschland zerlegte Finnland mit 4:0 – Musiala, Wirtz und Undav sorgten vor WM-Start für Euphorie
Ralf Brück

DFB-Generalprobe geglückt: Deutschland feierte klaren Sieg gegen Finnland in Mainz

Vier Tage vor dem Start in die WM-Endrunde in den USA präsentierte sich die deutsche Nationalmannschaft in starker Form. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann gewann den letzten Test vor dem Abflug nach Houston souverän mit 4:0 gegen Finnland und tankte dabei reichlich Selbstvertrauen für das anstehende Turnier. Vor allem in der zweiten Halbzeit überzeugte die DFB-Elf mit Tempo, Spielfreude und hoher Effizienz.

Vor ausverkauftem Publikum in Mainz standen besonders Jamal Musiala und Florian Wirtz im Fokus. Das Offensivduo lief erstmals seit November 2024 wieder gemeinsam für Deutschland auf – und harmonierte auf Anhieb.

Nagelsmann setzte auf offensive Formation

In der Viererkette begannen Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck und Youngster Brown. Hinter Mittelstürmer Deniz Undav wirbelten Musiala und Wirtz, die gemeinsam immer wieder gefährliche Situationen kreierten.

Im Vergleich zum 2:1-Erfolg gegen Ghana im März nahm Nagelsmann insgesamt sechs Änderungen in seiner Startelf vor. Alexander Nübel, Pascal Groß, Angelo Stiller und Nick Woltemade saßen zunächst auf der Bank. Kai Havertz fehlte nach dem verlorenen Champions-League-Finale mit Arsenal noch, Serge Gnabry musste verletzungsbedingt passen.

Auch Manuel Neuer stand aufgrund leichter Wadenprobleme nicht im Kader. Oliver Baumann hütete erneut das deutsche Tor und bestätigte seine starke Form aus der WM-Qualifikation.

Deutschland dominierte früh – Undav vergab zunächst Großchance

Von Beginn an kontrollierte die deutsche Mannschaft das Spielgeschehen. Finnland zog sich tief in die eigene Hälfte zurück und konzentrierte sich nahezu ausschließlich auf die Defensive.

Die erste große Gelegenheit hatte Deutschland bereits in der achten Minute. Florian Wirtz schickte Brown halblinks in den Strafraum, der clever auf Deniz Undav zurücklegte. Dessen Direktabnahme konnte Finnlands Keeper Lukáš Hrádecký jedoch noch über die Latte lenken.

Trotz klarer Feldüberlegenheit tat sich die DFB-Elf zunächst schwer, im letzten Drittel genügend Kreativität und Präzision zu entwickeln. Die Partie wirkte über weite Strecken der ersten Halbzeit etwas zäh.

Undav brach den Bann kurz vor der Pause

Nach einer halben Stunde meldeten sich auch die Finnen offensiv an. Walta zog nach einem Solo von Keskinen gefährlich aus dem Rückraum ab, doch Joshua Kimmich blockte den Ball kurz vor der Torlinie entscheidend ab.

In der 34. Minute fiel schließlich die verdiente Führung für Deutschland. Nach einer schnell ausgeführten Ecke flankte Kimmich präzise an den Fünfmeterraum, wo Deniz Undav goldrichtig stand und den Ball per Kopf zum 1:0 ins linke Eck setzte.

Mit der knappen Führung ging es in die Halbzeitpause. Die DFB-Elf erfüllte ihre Pflichtaufgabe, ließ spielerisch aber noch Luft nach oben erkennen.

Karl setzte frische Akzente auf der rechten Seite

Besonders positiv fiel Youngster Karl auf. Der 18-Jährige präsentierte sich auf der rechten Außenbahn äußerst mutig, suchte immer wieder das Eins-gegen-Eins und übernahm sogar Standardsituationen. Nicht jede Aktion gelang dem Bayern-Talent, dennoch brachte er spürbar Dynamik und Tempo ins deutsche Offensivspiel.

Deutschland drehte nach der Pause auf

Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Deutschland den Druck deutlich – und wurde sofort belohnt. In der 48. Minute störten Undav und Wirtz den finnischen Spielaufbau früh. Ein Fehlpass der Gäste landete bei Undav, der den Ball im Fallen zu Wirtz weiterleitete. Der Leverkusener traf per Direktabnahme präzise zum 2:0.

Spätestens jetzt dominierte die Nagelsmann-Elf die Partie klar.

In der 57. Minute folgte der nächste Treffer: Nach einem Ballgewinn von Nmecha schaltete Deutschland blitzschnell um. Karl trieb den Ball über die Mittellinie und spielte einen perfekten Steilpass auf Undav. Der VfB-Stürmer blieb vor Hrádecký eiskalt und schob zum 3:0 ein.

Musiala sorgte für den Schlusspunkt

Das 4:0 in der 63. Minute war zugleich eines der schönsten Tore des Abends. Nach einer Kombination über mehrere Bayern-Profis kam der Ball zu Jamal Musiala. Der Offensivstar drehte sich an der Strafraumkante auf und traf mit links sehenswert ins kurze Eck.

Für Musiala war der Treffer nicht nur wichtig fürs Selbstvertrauen, sondern auch ein klares Signal vor der WM-Endrunde.

DFB-Team sendete starkes WM-Signal

Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit steigerte sich die deutsche Nationalmannschaft deutlich und zeigte besonders nach der Pause eine überzeugende Leistung. Tempo, Pressing und Spielfreude funktionierten phasenweise hervorragend.

Julian Nagelsmann dürfte mit dem Auftritt seiner Mannschaft hochzufrieden gewesen sein. Deutschland präsentierte sich in guter Verfassung und schoss sich mit dem klaren Erfolg gegen Finnland rechtzeitig warm für die bevorstehende WM-Endrunde in den USA.


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