21 Januar 2022

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FSV Frankfurt sichert sich in der Nachspielzeit noch einen Punkt

Spiele mit Beteiligung des FSV Frankfurt sind in dieser Saison nichts für schwache Nerven. Wieder haben die Bornheimer in letzter Minute zugeschlagen. Nachdem die Schwarzblauen lange einem Rückstand hinterhergelaufen waren, rettete man mit einem Elfmetertor in der Nachspielzeit noch ein Unentschieden. Am Ende stand gegen den 1. FSV Mainz 05 II nach einer intensiven Begegnung in der PSD Bank Arena ein 1:1 (0:1)-Remis zu Buche.

Trainer Thomas Brendel schickte die gleiche Startformation wie in der Vorwoche in Walldorf auf das Feld. Doch jene Mannschaft, die vor Wochenfrist mit einem starken Schlussspurt noch einen Zähler gerettet hatte, verschlief im Heimspiel gegen die Mainzer Zweitvertretung die Anfangsphase. Auch deshalb klingelte es früh im eigenen Kasten. Nach einem wunderbar temperierten Schnittstellenpass des 05-Mittelfeldmannes Nils Lihsek marschierte Angreifer Cyrill Elija Akono allein auf das Tor des Gastgebers zu und schob den Ball lockerleicht zum 0:1 (5.) ins Netz. Diese Führung verdienten sich die Mainzer im Nachhinein denn auch. Die Rheinhessen waren die zweifelsohne die bessere Mannschaft, präsentierten sich handlungsschneller, agierten wacher und präsenter. Dem FSV hingegen fehlte jedweder Offensivdrang, man spielte schlichtweg zu behäbig und unkonzentriert auf.

Doch das änderte sich. Ein Versuch von Steffen Straub aus der zweiten Reihe nach 20 Minuten war zwar nicht allzu gefährlich, stellte aber eine Art Initialzündung dar. Danach arbeiteten sich die Bornheimer zusehends besser in die Partie. Symptomatisch: Als Ahmed Azaouagh in der 22. Minute zum Abschluss kam, hatte sich die Brendel-Elf unmittelbar zuvor gleich zwei Mal den Ball zurückerobert. Die Spielanlage wurde besser, auch kämpferisch konnte man den Schwarzblauen nun wahrlich keinen Vorwurf mehr machen. Die Folge: Die Gelegenheiten, die Partie auszugleichen, häuften sich. In der 28. Minute fiel Arif Güclü das Leder im Mainzer Strafraum vor die Füße, doch sein Schuss wurde in letzter Sekunde noch abgeblockt. Sieben Minute später segelte eine Straub-Flanke in die Box der Gäste, Muhamed Alawie bugsierte den Ball aus kürzester Distanz per Innenseite auf den Kasten, doch 05-Keeper Finn Gilbert Dahmen lenkte das Spielgerät mit einem herausragenden Reflex noch an den Querbalken.

Auch nach Wiederbeginn blieben die Gastgeber druckvoll, hatten beste Chancen in Hülle und Fülle. Doch die schwache Chancenverwertung verhinderte den Ausgleich. In der ersten Viertelstunde des zweiten Abschnitts hatte etwa Alawie zwei gute Gelegenheiten, scheiterte aber erst an Dahmen (47.) und hämmerte den Ball dann nach einer Unsicherheit des Mainzer Torhüters aus kurzer Distanz in das Fangnetz hinter dem Tor (56.). In der 61. Minute lief Vito Plut nach einem wunderbaren Pass von Azaouagh alleine auf das Tor zu, fand seinen Meister allerdings in Schlussmann Dahmen. Und so rannten die Bornheimer weiter an, hatten insgesamt acht, neun hochkarätige Einschussmöglichkeiten, belohnten sich aber nicht. Was fast bestraft worden wäre, als sich Mainz gegen die aufgerückten Frankfurter mustergültig durchkombinierte und Vitus Scheithauer in der 85. Minute die große Chance zur Vorentscheidung hatte. Diese jedoch verhinderte FSV-Keeper Marco Aulbach.

Der wiederum war es auch, der in der Nachspielzeit den Ausgleich einleitete. Ein langer Freißstoßschlag aus der eigenen Hälfte flog in Richtung des Strafraums der Gäste, prallte dort im Gewühl an eine Mainzer Hand, so dass Schiedsrichter Marc Philip Eckermann auf den Punkt zeigte. Aus elf Metern bewies Muhamed Alawie Nervenstärke und traf souverän zum 1:1 (90.+3). 

„Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Das war heute unsere beste Saisonleistung, wir haben uns unglaublich viele Möglichkeiten erspielt. Zum Schluss war es sicher glücklich, aber unter dem Strich haben wir uns das Tor in der Nachspielzeit mehr als verdient. Mainz hat uns früh geschockt, aber wir haben das gut weggesteckt und erneut gezeigt, dass wir bis zum Schluss da sind. Somit war das auch ein Punkt für die Moral. Ich finde es auch gut, wie uns die Fans unterstützen. Sie gehen bis zur letzten Minute mit, da spürt man den Glauben an uns“, freute sich FSV-Coach Brendel über den einen Zähler.

Nach drei Saisonspielen hat der FSV nun fünf Punkte auf dem Konto. Bereits am kommenden Mittwoch geht es für die Frankfurter weiter. Dann ist die Brendel-Mannschaft um 18 Uhr beim Aufstiegskandidaten 1. FC Saarbrücken zu Gast, ehe am nächsten Samstag Aufsteiger FC Bayern Alzenau in die PSD Bank Arena kommt.



FSV Frankfurt
Aulbach – Azaouagh (87. Bazzoli), Güclü, Born (64. Häuser), Straub (77. Weinhardt), Plut, Alawie, Djengoue, Wilton, Nothnagel, Mangafic.


1. FSV Mainz 05 II
Dahmen – Sverko, Modica Malagnini, Lihsek (80. Scheithauer), Akono, Peitz, Rekdal (59. Wähling), Bohnert, Hermes, Kölle, Gürleyen (69. Fedl).

Tore
0:1 Akono (5.), 1:1 Alawie (HE/90.+3).

Gelbe Karten
– / Gürleyen, Bohnert


Rote Karte
Sverko (90.+5), Gaul (90.+5)


Schiedsrichter
Marc Philip Eckermann

Zuschauer
1383

Quelle: FSV Frankfurt

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