26 Oktober 2021

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FRAPORT SKYLINERS verlieren Herzschlagfinale in Oldenburg

Es ist zum Haare raufen, Eier legen und aus der Haut fahren. Zum zweiten Mal in drei Tagen können sich die FRAPORT SKYLINERS für eine beherzte und couragierte Leistung nicht belohnen und verlieren in Verlängerung. Gegen die EWE Baskets Oldenburg verteidigt das Team von Headcoach Sebastian Gleim auf hohem Niveau, doch am Ende sind es vergebene Freiwürfe, die den Sieg in der Extraspielzeit nicht nach Hause bringen (15:17 – 17:28 – 25:9 – 14:17 – 14:10). Fünf Frankfurter punkten zweistellig, Matt McQuaid und Quantez Robertson sind mit 14 Punkten die Topscorer.  

Nächstes Heimspiel und Fanfahrt

Nach der Nationalmannschaftspause geht es für die FRAPORT SKYLINERS mit dem Heimspiel gegen Ludwigsburg weiter. Am Sonntag, den 1. März, ist um 15 Uhr Sprungball in der Fraport Arena. Karten für das Spiel sind erhältlich über Tel. 069-92887619 oder www.fraport-skyliners.de/tickets.

Kurz darauf, am Samstag, den 7. März, kommt es zum Hessenderby in Gießen. Für das Auswärtsspiel wird eine Fanfahrt powered by Fraport angeboten. Alle Informationen sowie Anmeldemöglichkeit gibt es ebenfalls über www.fraport-skyliners.de  

Die vollständige Statistik zum Spiel gibt es über: http://live.easycredit-bbl.de/data/bbl/430/24140_boxscore.pdf  

Stimmen zum Spiel

Sebastian Gleim (FRAPORT SKYLINERS): „Glückwunsch an Mladen und sein Team und alles Gute für das Pokal-Finale. Wir haben sehr, sehr, sehr viel umgesetzt, von dem was wir vorhatten. Obwohl wir im Grunde keine Zeit hatten, um uns zu erholen und uns vorzubereiten, haben wir ein besseres Spiel als im Hinspiel gezeigt. Wir hatten genug Energie, um das Spiel zu gewinnen. Was Charakter zeigt. Im dritten Viertel haben wir Oldenburg zurück ins Spiel kommen lassen. Auch zwei Tage nach dem Crailsheim-Spiel hat uns heute der letzte Punch gefehlt.“    

Mladen Drijencic (EWE Baskets Oldenburg): „Danke an Sebastian für die Glückwünsche. Ich gratuliere ihm und seinem Team für einen großartigen Kampf. Für uns ist es im Prinzip wie ein kleines Deja vu vom Spiel in Frankfurt. Wir haben dort auch die erste Halbzeit verloren und sind dann zurückgekommen. Ich habe die Jungs gewarnt, dass wir diesen Weg nicht gehen wollen und dass wir von Anfang an Gas geben müssen. Auch als Test für den Pokal. Wir wollten defensiv und offensiv auf einem sehr hohen Level spielen, um zu sehen wo wir noch arbeiten müssen. In der ersten Halbzeit waren wir nicht präsent und aggressiv genug, sondern immer einen Schritt zu langsam. Deswegen die zehn Dreier von Frankfurt – das sind 30 Punkte. Das haben wir in der Halbzeitpause angesprochen. Wir wollten aggressiver sein und in der zweiten Halbzeit passiert es andersrum. Sie machen nur drei Dreier bei zwölf Versuchen – die Punkte fehlen Frankfurt dann am Ende. Wir waren zwei Mal auf der Verliererstraße, aber die Mannschaft hat an sich geglaubt und gekämpft. Am Ende haben wir in der Verlängerung wichtige Stopps gemacht, aber am Ende unglücklich agiert und dem Gegner nochmal Chancen gegeben. Da haben wir Glück gehabt an der Freiwurflinie. Ich hoffe die Jungs haben verstanden, dass wir diejenigen sein müssen, die Entscheidungen forcieren und nicht von den Entscheidungen der Gegner abhängig sein dürfen.“  

Leon Kratzer: „Oldenburg hat in der zweiten Halbzeit aggressiver gespielt und die Verteidigung umgestellt. Wir haben erst mal nicht gut darauf reagiert. Dann sind es am Ende leichte Fehler und dann verliert man halt so ein Spiel.“    

Kleine Schwärmerei vornweg

Dürfen wir im Namen aller Fans der easyCredit BBL die Forderung stellen, dass Quantez Robertson und Rickey Paulding niemals aufhören dürfen? Es ist schon faszinierend und immer wieder atemberaubend, den beiden Gesichtern der Liga bei ihrer Arbeit zuzuschauen! Beide mit unterschiedlichen Stärken, beide mit unterschiedlichem Spiel, beide hochgradig sympathisch und beide so unglaublich wertvoll für ihre Teams. Wir wollen hier gar nicht auf Statistiken schauen, die bei beiden wieder bärenstark sind. Wir wollen einfach nur, dass die beiden niemals aufhören gegeneinander anzutreten!  

Spielverlauf

Einsatz und Verteidigung stimmen zu Beginn auf Seiten der FRAPORT SKYLINERS, denn zwei schnelle Ballgewinne zeigen, dass das Team hellwach ist. Bis zur Mitte des Viertels haben beide Mannschaften nur acht Punkte erzielt (zusammen!) – 4:4 (5. Minute). Erst in den letzten Angriffen lösen sich die offensiven Knoten auf beiden Seiten ein wenig, so dass es mit knapper Frankfurter Führung in die erste Viertelpause geht – 15:17. Körpersprache und Teamplay stimmen auch nach der kurzen Unterbrechung bei den FRAPORT SKYLINERS, lediglich die offensive Ausbeute hinkt noch ein wenig den Möglichkeiten hinterher – 19:25 (14.). Matt McQuaid läuft dann aber schneller heiß als eine gute Mikrowelle und trifft für acht Punkte in Folge. Mit seinem dritten Dreier stellt er den Zwischenstand von 28:36 (17.) her. Und der Rookie inspiriert seine Mitspieler, denn mit starken zehn getroffenen Dreiern bei 13 Versuchen (77%) gelingt es, die Führung zur Halbzeit zweistellig auszubauen – 32:45.  

Die Gastgeber kommen aus der Halbzeitpause über die Frankfurter wie Sturm Sabine über Deutschland. Die schöne Führung wird mit einem 10:0 Lauf in Windeseile weggefegt. Das Schlimmste wird über eine Tempoentschärfung der FRAPORT SKYLINERS zwar verhindert, aber die Partie ist vor dem vierten Viertel nach Führungswechsel wieder spannend – 57:54. Quantez Robertson ist sauer! Quantez Robertson ist nun überall zu finden. Quantez Robertson bringt sein Team mit seiner Energie zu Beginn der vierten zehn Minuten wieder in Front – 60:61 (32.). Jeder Punkt findet nun auf der Gegenseite sein entsprechendes Pendant, jede gute Aktion den Konter. 1:30 Minuten vor Ende der Partie führen die FRAPORT SKYLINERS mit vier, doch Tyler Larson trifft den Dreier. Shaquille Hines erhöht wieder auf drei, doch Karsten Tadda aus der Ecke für den Ausgleich bei noch 22 Sekunden zu spielen – 71:71. Der letzte Frankfurter Angriff geht zu kurz – Verlängerung!  

Die FRAPORT SKYLINERS machen die ersten Punkte und verteidigen den ersten Oldenburger Angriff gut. Joe Rahon lenkt das Frankfurter Spiel, kontrolliert das Tempo und sucht die Mitspieler. Doch auf der Gegenseite zeigt Rasid Mahalbasic seine Qualitäten und hält sein Team im Spiel. Dreier von Schwethelm, doch dann Quantez Robertson mit dem Wahnsinnsdreier aus der Ecke mit Foul! Der Freiwurf sitzt allerdings nicht – 78:80 (43 Sekunden noch). Mahalbasic wird ebenfalls nach Treffer unter dem Korb gefoult und bringt die Führung auf Oldenburger Seite. Joe Rahon vergibt den nächsten Wurf, Oldenburg trifft den Fastbreak. Acht Sekunden bleiben für den letzten Wurf, es muss ein Dreier sein. Lamont Jones täuscht ihn an, Tyler Larson fällt drauf rein und foult. Drei Freiwürfe für `Momo´. Der erste sitzt. Der zweite nicht. Der dritte geht absichtlich daneben, aber der Ball geht an die Gastgeber – 83:81. Den Sack zu macht dann Paulding von der Freiwurflinie – 85:81.  

Der perfekte Wurf

Nein, es soll an dieser Stelle nicht um den tollen Dirk Nowitzki-Film gehen. Vielmehr soll kurz aufgeführt werden, wie der perfekte Basketball-Wurf aussehen soll. Es beginnt beim richtigen Setzen der Füße, dann kommt die Kraft für den Wurf aus den Beinen, der Oberkörper bleibt stabil. Die linke Hand (oder die rechte bei Linkshändern) stabilisiert den Ball seitlich. Der Unterarm der Wurfhand geht unter den Ball, Ellenbogen und Handgelenk sind zum Korb ausgerichtet. Der Wurfarm wird beim sogenannten „Follow-Through“ vollständig ausgestreckt und das Handgelenk gibt mit dem Abklappen den nötigen Spin in den Ball. Der Blick verfolgt den Ball bis zu seinem Ziel. Die Amerikaner nennen es „Poetry in Motion“. Warum dies so ausführlich geschildert wird? Weil Matthew McQuaid vor allem in der ersten Halbzeit seinen lehrbuchreifen Wurf immer wieder erfolgreich anbringen kann. Drei Dreier und einen Treffer aus der Halbdistanz verbucht er bis zur großen Pause in gerade mal 8:51 Minuten Einsatzzeit. Bei der Wurftechnik sollten viele Nachwuchsbasketballer beim nächsten Heimspiel mal genauer hinschauen. Am Spielende hat der immer besser in seinen Rhythmus kommende 23-Jährige 14 Punkte zu verbuchen.  

DIE NÄCHSTEN SPIELTERMINE

  • HEIMSPIEL – Sonntag, 1. März um 15:00 Uhr gegen MHP Riesen Ludwigsburg
  • HESSENDERBY – Samstag, 7. März gegen JobStairs GIESSEN 46ers
  • HEIMSPIEL – Samstag, 14. März um 18:00 Uhr gegen RASTA Vechta

Tickets für dieses und alle weiteren Heimspiele gibt es unter www.fraport-skyliners.de/tickets oder unter 069-92887619.

Quelle: PRessemeldung Fraport Skyliners

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