Merle Frohms (Eintracht Frankfurt #1), Eintracht Frankfurt vs. TSG Hoffenheim, Frankfurt, Stadion am Brentanobad, 5.3.2022

Eintracht Frauen verlieren Spitzenspiel in München

Die Bundesligafrauen der Eintracht mussten am Freitagabend eine 2:4 Niederlage im Spitzenspiel in München hinnehmen.

Dass es kein einfaches Spiel in München werden würde, belegte die frühe Führung der stürmenden Münchnerinnen in der 5. Minute durch Maxi Rall, die sich auf der linken Seite durchsetzen und das Tor erzielen konnte.

Anschließend war es ein sehr kampfbetontes und körperliches Spiel auf beiden Seiten. Hohes Pressing und Ballverluste waren jeweils die Folgen. Dabei hatten aber zunächst die Münchnerinnen die Chance auf 2:0 zu erhöhen, doch dies kontne nicht genutzt werden.

Stattdessen konnte Freigang mit einem Traumtor aus der Drehung aus gut 18 Metern nach einem schönen Zuspiel den Ausgleich erzielen.

Weiter waren es aber die Spielerinnen vom FC Bayern, die die besseren Chancen hatten und vor dem Tor der Eintracht auftauchten, aber das Tor eben nicht machten.

Doch kurz vor der Pause gab es einen Fehler im Aufbauspiel der Münchnerinnen auf der rechten Abwehrseite. Prasnikar nutzte diesen, lief in den Strafraum und bediente Anyomi im Strafraum, die nur noch einnetzen brauchte.

So stand es aus der Sicht der Eintracht zur Pause 2:1.

Doch nach der Pause schienen die Münchnerinnen deutlich besser auf das Spiel der Eintracht eingestellt zu sein und kamen schnell zum Ausgleich in der 51. Minute.

Das Offensivspiel der Eintracht fand anschließend trotz allem Willen und Kampfes nicht statt, auch bis zum Schlusspfiff nicht.

Selbst nach dem 3:2 des FC Bayern durch Asseyi in der 79. gab es keine Änderungen, keine Idee im Offensivspiel der Eintracht. Kampf und Willen konnte man dem Team nicht absprechen, aber vor das Tor kamen sie einfach nicht.

Zwar wurde mit Martinez eine neue Offensivkraft gebracht, doch änderte dieser eine Wechsel nicht besonders viel im Spiel der Eintracht.

Der dreifache Wechsel in der 90. Spielminute war sicher gut gemeint, aber nach der kräftezehrenden ersten Halbzeit ein viel zu später Versuch von Trainer Arnautis noch etwas bewirken zu können – diese Wechsel hätten deutlich früher kommen müssen, um mit frischem Personal offensiv besser agieren zu können.

Dass durch das Aufmachen der Defensive in den letzten Minuten noch das 4:2 durch die eingewechselte Damnjanovic fiel, war am Ende der Schlusspunkt in diesem Spiel.

Es stellt sich die Frage, warum in diesem Spiel so späte Wechsel erfolgten, wenn der Gegner nach einer sehr intensiven ersten Halbzeit zwei neue frische Kräfte bringt und damit auf bestimmten Positionen genauso weitermachen kann. Gewiss mag die Formation der Eintracht eingespielt sein, aber diese Art des Tempos konnte keine 90 Minuten lang mit dem fast exakt gleichen Personal funktionieren.

Die früheren Wechsel der Bayern hingegen trugen Früchte. Siehe Asseyi.

Was aber auch auffällig war, trotz des kämpferischen Willens und des Einsatzes der Spielerinnen, dass eine Ideengeberin im Mittelfeld fehlt, die zu den Ideen auch den Takt vorgeben kann. Anders gesagt eine Spielmacherin, die auch in solchen Situationen die Möglichkeit findet, wirksame Offensivaktionen zu initiieren. In solchen Spielen fällt dieser Aspekt besonders auf, was bei tendenziell schwächeren Gegnern aufgrund der spielerischen Qualität eher weniger auffällt.

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