Lineth Beerensteyn (FC Bayern München #6) & Barbara Dunst (Eintracht Frankfurt #28), Eintracht Frankfurt vs. FC Bayern München, Frankfurt, Stadion am Brentanobad, 17.10.2021

Eintracht Frauen beim FC Bayern gefordert

Vor dem Spitzenspiel beim FC Bayern München wissen die Eintracht Frauen um die Schwere der Aufgabe, aber auch um die eigene Fähigkeit, sich bei den Spitzenteams zu behaupten.

Mit dem zwar im Ergebnis knappen, auf dem Feld aber durchaus verdienten 1:0-Sieg über die SGS Essen haben die Eintracht Frauen den dritten Tabellenplatz in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga erobert. „Die aktuelle Tabellensituation ist eine spannende Momentaufnahme, die dokumentiert, dass wir mit unseren bisherigen Saisonergebnissen und unserer Team-Entwicklung auf einem richtig guten Weg sind“, sagt Sportdirektor Siegfried Dietrich, der sich dementsprechend schon auf das nächste Bundesliga-Highlight freut. Und auch im Team ist mit dem Punktekonto die Motivation weiter gestiegen, ausruhen auf dem Erreichten will sich niemand, versichert Trainer Niko Arnautis: „Genau davon haben wir im Sommer geträumt. Wenn man jetzt so nah dran ist, will man natürlich auch so lange wie möglich oben mitspielen und den Platz verteidigen.“

Schon am Freitag, 18. März, müssen die Frankfurterinnen nun wieder topfit für das nächste Spitzenduell am 17. Spieltag sein. Um 19.15 Uhr steht auf dem FC Bayern Campus die Partie gegen den seit acht Ligaspielen ungeschlagenen aktuellen Tabellenführer an. Sowohl Magenta Sport als auch Eurosport übertragen die Partie live. Im Rahmen der Internationalen UN-Wochen gegen Rassismus, die Eintracht Frankfurt als Botschafter unterstützt, werden die Eintracht Frauen die Aktion „Haltung zeigen“ nach dem Auftakt der Männer-Profis am vergangenen Sonntag gegen Bochum fortführen: DPD als Partner der Frauen wird beim Auswärtsspiel wieder die Vermarktungsrechte für die Aktion zur Verfügung stellen. Eintracht Frankfurt möchte damit gemeinsam mit DPD möglichst viele Menschen auf die gemeinsame Initiative gegen Rassismus, Antisemitismus, Ausgrenzung und Fremdenhass aufmerksam machen.

Spitzenteam in drei Wettbewerben
 

Sportlich lautet die beinahe makellose Bilanz der Eintracht Frauen drei Siege aus den ersten vier Partien im neuen Jahr – der FC Bayern München kann diese Statistik toppen. Vier deutliche Siege über den SC Sand (4:0), den SC Freiburg (3:0), den 1. FC Köln (6:0) und die TSG Hoffenheim (4:2) feierten die Münchnerinnen zum Jahresauftakt und warfen zwischenzeitlich mit einem 9:1 noch Ligakonkurrenten Jena aus dem DFB-Pokal. Auch in der Champions League ist das von Jens Scheuer trainierte Team noch vertreten und darf sich auf das Viertelfinale gegen Paris Saint-Germain, zu Hause in der Allianz Arena antretend, in der kommenden Woche freuen.

Der FCB ist damit auf dem besten Weg, die Erfolge der vergangenen Jahre fortzuführen – auch wenn die Konkurrenz dem amtierenden Deutschen Meister auf den Fersen ist. Vor dem Nachholspiel des VfL Wolfsburg gegen den SC Sand beläuft sich der Vorsprung des Tabellenersten auf den -zweiten gerade einmal auf zwei Punkte. Die TSG Hoffenheim verlangte den Münchnerinnen zudem am Samstag einiges ab, ging zunächst in Führung und schoss den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich, bevor der FCB das Spiel in der Nachspielzeit mit dem Treffer zum 4:2 klarmachte und die Saisonpunkte 38 bis 40 einsammelte. Mit 58 Toren bleiben die FCB-Frauen das offensivstärkste Team der Liga, gleichzeitig stellen sie mit nur zehn Gegentoren die beste Defensive.

Hinspiel als Vorbild und Mutmacher
 

An drei dieser Gegentore kann man sich in Frankfurt noch sehr gut erinnern. In einer spektakulären Partie im Stadion am Brentanobad erkämpften sich die Adlerträgerinnen durch eine starke Teamleistung in der Hinrunde einen 3:2-Sieg. Auch im DFB-Pokal-Achtelfinale boten die Frankfurterinnen den Münchnerinnen über weite Strecken Paroli, auch wenn am Ende eine 2:4-Niederlage stand. „Wir haben in beiden Spielen gezeigt, dass wir gegen eine solche Spitzenmannschaft eine absolute Topleistung abrufen können. Die werden wir aber auch am Freitag benötigen, um eine weitere kleine Überraschung zu schaffen“, sagt Arnautis, der neben den Langzeitverletzten erneut auf Abwehrspielerin Janina Hechler verzichten muss. „Es gilt, die Stärken der Münchnerinnen auszuschalten und unsere eigenen Stärken einzubringen. Wir wollen Eintracht Frankfurt verkörpern, mutigen und aggressiven Fußball spielen und über unsere Schmerzgrenze hinausgehen. Wir gehen mit großer Motivation und Freude ins Spiel und glauben an uns und unsere Stärken.“

Auch Sportdirektor Siegfried Dietrich fährt positiv motiviert nach München: „Gelingt es uns, nicht zuletzt auch mit den Gedanken an das gewonnene Hinspiel, nun auch in München mit dem erarbeiteten Selbstvertrauen, maximalem Kampfgeist und höchster Konzentration unsere Qualitäten von der ersten bis zur letzten Minute abzurufen, sehe ich – bei allem Respekt vor den Münchnerinnen – durchaus gute Chancen, ein weiteres Mal beim Favoriten zu punkten. Klar, dass wir dazu auch einen Sahnetag und die notwendige Effektivität in der Chancenauswertung brauchen.“

Quelle: Pressemeldung Eintracht Frankfurt

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