Torfestival am Brentanobad: Eintracht-Frauen ziehen souverän ins Quali-Finale ein
Eintracht Frankfurt ist mit einem deutlichen Erfolg in die neue Pflichtspielsaison gestartet. Die Adlerträgerinnen besiegten Omonia Nikosia in der zweiten Qualifikationsrunde zur UEFA Women’s Champions League mit 8:0 und treffen nun im entscheidenden Spiel des Miniturniers auf Malmö FF.
Frankfurt – Mit einem überzeugenden Auftritt haben die Frauen von Eintracht Frankfurt den ersten Schritt auf dem Weg in die Ligaphase der UEFA Women’s Champions League gemacht. Im heimischen Stadion am Brentanobad ließ die Mannschaft von Trainer Niko Arnautis dem zyprischen Vertreter Omonia Nikosia beim 8:0-Erfolg kaum eine Chance.
Die Frankfurterinnen übernahmen vom Anpfiff weg die Kontrolle und benötigten lediglich drei Minuten für den Führungstreffer. Hanna Bennison brachte den Ball aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo Hayley Raso per Kopf zur Stelle war und das frühe 1:0 erzielte.
Nur sechs Minuten später erhöhte Larissa Mühlhaus. Nach einer Hereingabe von Paulina Krumbiegel hielt die Neuverpflichtung den Fuß in den Ball und traf über die Unterkante der Latte zum 2:0. Bereits in der Anfangsphase wurde damit deutlich, dass sich Nikosia auf einen langen und defensiv anspruchsvollen Abend einstellen musste.
Mühlhaus und Memeti treffen doppelt
Omonia zog sich weit in die eigene Hälfte zurück, konnte die zahlreichen Frankfurter Angriffe aber nur selten entscheidend unterbrechen. Die Eintracht verlagerte das Spiel immer wieder auf die Außenbahnen und sorgte besonders mit Flanken für Gefahr.
In der 34. Minute bereitete Laura Freigang den dritten Treffer vor. Ihre Hereingabe fand Erëleta Memeti, die im Strafraum freistand und den Ball per Kopf im langen Eck unterbrachte.
Kurz vor der Pause erhöhten die Gastgeberinnen noch einmal das Tempo. Zunächst erzielte Mühlhaus nach einer weiteren Vorlage von Krumbiegel ihren zweiten Treffer des Abends. Wenig später schnürte auch Memeti ihren Doppelpack und sorgte mit dem 5:0 für den deutlichen Halbzeitstand.
Die Adlerträgerinnen hatten ihre Favoritenrolle damit bereits in den ersten 45 Minuten eindrucksvoll bestätigt. Nikosia gelang es kaum, die Frankfurter Defensive ernsthaft unter Druck zu setzen.
Freigang belohnt sich mit eigenem Treffer
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Eintracht spielbestimmend. Zwar fiel der sechste Treffer nicht mehr ganz so früh wie in der ersten Hälfte, die Gastgeberinnen erspielten sich jedoch weiterhin regelmäßig Möglichkeiten.
In der 69. Minute belohnte sich schließlich auch Kapitänin Laura Freigang. Nach einer Kombination im Strafraum legte Dilara Acikgöz den Ball für die Angreiferin auf, die aus rund 14 Metern kraftvoll zum 6:0 abschloss.
Trotz des deutlichen Vorsprungs spielte Frankfurt die Begegnung konzentriert zu Ende. In der Schlussphase sorgten die Adlerträgerinnen noch einmal für ein doppeltes Erfolgserlebnis. Zunächst traf Acikgöz mit einem leicht abgefälschten Distanzschuss zum 7:0. In der zweiten Minute der Nachspielzeit setzte Krumbiegel nach einer Flanke der eingewechselten Nina Lührßen den Schlusspunkt.
Neuzugänge fügen sich erfolgreich ein
Neben dem deutlichen Ergebnis dürfte Trainer Niko Arnautis besonders die Leistung seiner neu formierten Mannschaft gefallen haben. Mit Krumbiegel, Bennison und Mühlhaus standen drei Sommerzugänge in der Anfangsformation. Alle drei waren direkt an Treffern beteiligt.
Mühlhaus erzielte bei ihrem ersten Pflichtspieleinsatz für die Eintracht zwei Tore. Krumbiegel bereitete zwei Treffer vor und traf anschließend selbst. Bennison lieferte mit ihrer Flanke zum frühen 1:0 ebenfalls ihren ersten Scorerpunkt im Frankfurter Trikot.
Der Erfolg gegen den internationalen Debütanten aus Zypern war zwar eine erwartete Pflichtaufgabe, die Eintracht löste diese jedoch mit der notwendigen Konsequenz und Spielfreude. Besonders in der ersten Halbzeit zeigte das Team, wie viel offensive Qualität bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison vorhanden ist.
Malmö wartet im Finale
Mit dem 8:0 zieht Eintracht Frankfurt in das Finale des Qualifikationsturniers ein. Dort wartet am Samstag, 8. August, um 19 Uhr im Stadion am Brentanobad der schwedische Vertreter Malmö FF. Malmö hatte sich im anderen Halbfinale mit 1:0 gegen Vålerenga IF aus Norwegen durchgesetzt.
Nur der Gewinner des Miniturniers erreicht die dritte Qualifikationsrunde zur Champions League. Dort müsste sich die Eintracht anschließend noch in Hin- und Rückspiel behaupten, um den Einzug in die Ligaphase der Königsklasse perfekt zu machen.
Spieldaten
Eintracht Frankfurt – Omonia Nikosia 8:0 (5:0)
Tore: 1:0 Raso (3.), 2:0 Mühlhaus (9.), 3:0 Memeti (34.), 4:0 Mühlhaus (41.), 5:0 Memeti (44.), 6:0 Freigang (69.), 7:0 Acikgöz (90.), 8:0 Krumbiegel (90.+2)
Eintracht Frankfurt: Altenburg – Krumbiegel, Doorsoun, Østenstad, Acikgöz – Memeti, Ivelj, Bennison – Raso, Freigang, Mühlhaus
Nächste Begegnung: Eintracht Frankfurt – Malmö FF, Samstag, 8. August, 19 Uhr, Stadion am Brentanobad