Fünf-Minuten-Schock! Eintracht verliert Champions-League-Spiel 0:3
Eintracht Frankfurt erlebt bitteren Champions-League-Abend gegen Atalanta Bergamo
Eintracht Frankfurt hat in der Champions League einen herben Rückschlag erlitten. Die Hessen verloren am Mittwochabend ihr Heimspiel im Frankfurter Waldstadion deutlich mit 0:3 (0:0) gegen Atalanta Bergamo – trotz einer emotionalen und freundschaftlichen Atmosphäre auf den Rängen. Sportlich spitzte sich die Lage dagegen weiter zu: Nach nur vier Punkten aus den ersten vier Partien rutschte die SGE in der Tabelle auf Platz 28 ab und kämpfte zunehmend um ihre Chancen auf die Playoff-Teilnahme.
Freundschaft auf den Tribünen, Hochspannung auf dem Rasen
Vor ausverkaufter Kulisse, darunter zahlreiche befreundete Fans aus Bergamo, galt der Abend zunächst als europäisches Fußballfest. Beide Anhängerschaften verbindet seit Jahren ein enges Verhältnis – entsprechend friedlich und ausgelassen präsentierte sich die Stimmung im Stadion.
Auf dem Platz jedoch standen für Frankfurt drei enorm wichtige Punkte auf dem Spiel. Trainer Dino Toppmöller vertraute nach dem spektakulären 4:3-Bundesligasieg gegen den 1. FC Köln unverändert auf die erfolgreiche Startelf. Kurz vor Anpfiff musste lediglich Rasmus Kristensen aus privaten Gründen abreisen.
Verhaltener Beginn – Atalanta trifft zweimal Aluminium
Der erste Durchgang gestaltete sich taktisch geprägt und defensiv kontrolliert. Frankfurt startete aktiver, ließ jedoch klare Torchancen vermissen. Atalanta erhöhte ab Mitte der Halbzeit das Pressing und verschob das Spielgeschehen zunehmend in die Frankfurter Hälfte.
Die Italiener waren dem Führungstreffer kurz vor der Pause gleich zweimal dramatisch nahe: Ademola Lookman (34.) und Gianluca Scamacca (35.) scheiterten innerhalb von 60 Sekunden jeweils am rechten Pfosten. Mit Glück und einem stabilen Grundblock rettete sich die SGE in ein torloses 0:0 zur Pause.
Fünf Minuten des Zusammenbruchs – Atalanta entscheidet das Spiel
Nach Wiederanpfiff übernahm Frankfurt zunächst das Kommando. Die Hessen erhöhten Tempo und Druck, fluteten häufiger die offensive Zone und prüften Keeper Marco Carnesecchi. Doch die Effektivität blieb aus – und Atalanta schlug eiskalt zu.
In der 60. Minute brachte Lookman die Gäste nach einem gefühlvollen Chipball von Charles De Ketelaere in Führung. Nur zwei Minuten später nutzte Éderson einen ungestörten Konter zum 0:2. Die Frankfurter Defensive wirkte konsterniert – und kollabierte endgültig in der 65. Minute, als De Ketelaere nach einem Lattenschuss den Volley zum 0:3 verwertete.
Innerhalb von fünf Minuten war das Spiel entschieden.
SGE offensiv bemüht, aber ohne Wirkung
Toppmöller reagierte mit mehreren Wechseln, darunter der Hereinnahme von Neuzugang Elye Wahi, doch klare Torchancen blieben Mangelware. Frankfurt fand trotz hoher Laufbereitschaft nicht mehr zurück ins Spiel. Atalanta verwaltete souverän, ohne defensiv ernsthaft geprüft zu werden.
Tabellenlage spitzt sich zu – Playoffs rücken in die Ferne
Mit nun lediglich einem Sieg aus fünf Gruppenspielen fiel Eintracht Frankfurt auf Rang 28 zurück. Die angestrebte Playoff-Qualifikation wurde damit deutlich komplizierter. Gleichzeitig beendete Bergamo eine wochenlange Krise und kletterte in der Live-Tabelle auf Platz 10.
Für die SGE bleibt die Erkenntnis eines enttäuschenden Europapokalabends: Die Defensive zeigte ungewohnte Instabilität, während Offensivdruck und Effizienz fehlten. Trainer Dino Toppmöller dürfte in den kommenden Tagen viele Antworten suchen müssen.
Fazit
Was als emotionaler Fußballabend im Zeichen internationaler Fanfreundschaft begann, endete sportlich ernüchternd. Eintracht Frankfurt zahlte gegen eiskalte und abgeklärte Gäste aus Bergamo einen hohen Preis für fünf schwache Minuten – und kämpft in der Champions League nun mit dem Rücken zur Wand.