Schockanrufe

Eheleute erhalten Schockanruf eines falschen Polizeibeamten in Frankfurt

Frankfurt (ots)

Ein älteres Ehepaar erhielt am Freitag, den 01. April 2022, einen Schockanruf eines falschen Polizeibeamten. Auf perfide Weise täuschte dieser die Senioren und erbeutete mit der Unterstützung einer falschen Mitarbeiterin der Gerichtskasse einen Geldbetrag von mehreren zehntausend Euro.

Die 79 und 80 Jahre alten Eheleute hielten sich nachmittags in ihrer Wohnung in Praunheim auf, als das Telefon klingelte und ein anonymer Anruf bei ihnen einging. Nach Abheben des Hörers gab sich ihr Gegenüber als scheinbarer Kriminalbeamter zu erkennen und konfrontierte die Senioren mit einem angeblichen tödlichen Verkehrsunfall, den ihre Tochter verursacht habe. Der Anrufer teilte weiter mit, dass bis 14 Uhr 87.000 Euro bei der Gerichtskasse einzuzahlen seien, um eine Haft der Tochter abzuwenden. Im weiteren Verlauf vereinbarte der „Kriminalbeamte“ mit dem Ehepaar, ihr verfügbares Bargeld in einen Umschlag zu legen und an eine „Mitarbeiterin der Gerichtskasse“ zu übergeben. Und tatsächlich erschien kurze Zeit später vor ihrem Wohnhaus eine Frau, welche von der 79-Jährigen einen mit 28.000 Euro bestückten Geldumschlag ausgehändigt bekam während der 80-jährige Mann vom falschen Polizisten weiter in der Telefonleitung gehalten wurde. Die unbekannte Frau verschwand nun wieder. Der falsche Beamte wirkte am Telefon weiter auf die Senioren ein. Nun sollten sie den im Haus befindlichen Goldschmuck zusammensuchen und weiteres Bargeld von der Bank abheben. Als die Eheleute das Gold zusammengetragen hatten und kurz darauf bei der Bank Geld abhoben, meldeten sie sich zum Glück bei ihrer Tochter, die den Schwindel bemerkte und die echte Polizei verständigte. Eine Übergabe des weiteren Vermögens konnte somit verhindert werden.

Personenbeschreibung der Geld-Abholerin: weiblich, circa 35 Jahre alt, circa 170 cm groß, normale Statur; bekleidet mit einer dunkelgrünen Jacke mit Kapuze und einer dunklen Hose.

Zeugen, die in diesem Zusammenhang Beobachtungen gemacht haben und sachdienlichen Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Frankfurter Kriminalpolizei unter der Rufnummer 069 / 755 52499 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Die Frankfurter Polizei warnt ausdrücklich vor dieser Masche.

  • Sie ruft nicht mit der 110 an.
  • Die Polizei bittet nie um Geldbeträge oder sonstige Vermögenswerte.
  • Lassen Sie sich am Telefon auf keine Diskussionen ein.
  • Die Polizei bietet niemals an, Vermögen zu überprüfen und in „Sicherheit“ zu bringen. Übergeben Sie Geld oder Wertsachen niemals an Unbekannte.
  • Lassen Sie sich von Polizeibeamten genau den Dienstausweis zeigen.
  • Verständigen Sie im Verdachtsfall immer die echte Polizei unter der Rufnummer 110.

Original-Content von: Polizeipräsidium Frankfurt am Main, übermittelt durch news aktuell

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