Polizeisperre

Auto rast in Berlin in Menschenmenge Lehrerin aus Hessen stirbt, viele Schüler verletzt

In Berlin-Charlottenburg gegen 10:30 Uhr heute Morgen, direkt am Breitscheidplatz, hat ein 29-jähriger Deutsch-Armenier mit seinem Auto, einem Renault Clio, mehrere Fussgänger erfasst. Bei der Fahrt des Mannes in eine Schülergruppe aus dem nordhessischen Bad Arolsen ist eine Lehrerin getötet worden. Unter den zahlreichen Verletzten am Berliner Kurfürstendamm befinden sich mehrere Schülerinnen und Schüler einer zehnten Klasse der Kaulbach-Schule Bad Arolsen, die sich auf einer Abschlussfahrt befand. Sechs Menschen schweben in Lebensgefahr, drei Menschen sind schwerverletzt und mehrere wurden leichtverletzt.

Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sagte, dass die hessischen Schüler psychologisch betreut würden. Der Tatverdächtige werde in alle Richtungen überprüft und sei in ein Krankenhaus gekommen. Die Ermittlungen zu einem möglichen Motiv laufen. Der Fahrer des Autos wurde nach dem Vorfall offenbar erst von Passanten festgehalten und dann von der Polizei vorläufig festgenommen. Gegen 19:00 Uhr war am Abend eine Gedenk-Andacht in der Gedächtniskirche in der Nähe des Vorfalls.

Der Kultusminister von Hessen Alexander Lorz (CDU) sagte: „Wir haben umgehend Notfallbetreuungsteams nach Bad Arolsen geschickt, um den Angehörigen, Mitschülerinnen und Mitschülern sowie den Lehrkräften beizustehen.“ Weiterhin sagte er: „Neben der Aufklärung dieses Vorfalls ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler über die traumatischen Erlebnisse sprechen können.“

Tatmotiv noch unklar

Der Fahrer soll mit dem Auto seiner älteren Schwester unterwegs gewesen sein und bereits wegen mehrerer Delikte polizeilich bekannt gewesen sein, jedoch nicht wegen Extremismus. Die Polizei prüfe, ob es sich um einen Unfall oder eine vorsätzliche Tat handele.

Bundesregierung ist fassungslos über das Ereignis

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigten sich sehr bestürzt über den Vorfall. Steinmeier sagte: „Meine Gedanken sind bei den schwer und sehr schwer Verletzten, bei dem Todesopfer. Und sie sind bei denen, die Schreckliches erleben mussten. Mein tiefes Mitgefühl gilt ihnen, allen Angehörigen und Hinterbliebenen.“

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